<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Michael Hausdorf &#187; Fest</title>
	<atom:link href="http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&#038;tag=fest" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.michael-hausdorf.de</link>
	<description>die offizielle Internetpräsenz zum Mensch</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Aug 2010 08:47:12 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (03)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=82</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=82#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 04:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines Theaterlexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Kotte]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführung]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[cultural performance]]></category>
		<category><![CDATA[Darstellung]]></category>
		<category><![CDATA[die Kunst des Theaters]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Gordon Craig]]></category>
		<category><![CDATA[Erika Fischer-Lichte]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Feier]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Hiß]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Roselt]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Herloßsohn]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Kult]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Phänomenologie von Erfahrungen im Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Probe]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeption]]></category>
		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[stimmliche Artikulation]]></category>
		<category><![CDATA[System der theatralischen Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[szenische Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[These]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensystem des Theaters]]></category>
		<category><![CDATA[Zeremonie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=82</guid>
		<description><![CDATA[Inszenierung und Aufführung
Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon  verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).
Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Inszenierung und Aufführung</h3>
<p>Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon  verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).</p>
<p>Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten dreißig Jahren zudem eine Öffnung des Begriffs stattgefunden hat, so dass er auf alle Prozesse Anwendung finden kann, bei denen das Ordnen der Personen und des Materials dazu dient, etwas in Hinblick „auf eine bestimmte Wahrnehmung erfahrbar zu machen“(2).<br />
<span id="more-82"></span><br />
Man kann also sagen, dass eine Inszenierung in erster Linie etwas sinnlich erfahrbar macht, das anders in dieser Form nicht in Erscheinung treten kann.</p>
<p>Jens Roselt(3) hingegen verwendet  den Begriff „Inszenierung“ grundlegend anders. Bei ihm steht „die Gesamtheit der szenischen Elemente“ im Mittelpunkt, wobei er sich wahrscheinlich auf Craig(4) bezieht.</p>
<p>Ihm zufolge zählen zu einer Inszenierung alle Zeichensysteme des Theaters, die sich dadurch auszeichnen, dass sie geplant oder geprobt und auf Wiederholung angelegt sind.</p>
<p>Die sinnliche Erfahrung dieser Inszenierung, also den „Zusammenklang von Bildern, Räumen, Körpern, Geräuschen, Musik und (stimmlich artikulierten) Wörtern“(5), nennt Roselt eine „Aufführung“.</p>
<p>Er unterscheidet dahin gehend, dass eine Aufführung (einer Inszenierung) auf eine konkrete Situation und ein spezifisches Publikum bezogen ist: „Produktion und Rezeption laufen gleichzeitig ab und bedingen einander. Das heißt, eine Aufführung entsteht in der Interaktion ihrer Teilnehmer“(3).</p>
<p>Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Durch die Aufführung wird eine soziale Gemeinschaft auf Zeit gestiftet, die heterogen oder homogen strukturiert sein kann und deren Formation vielfältigen Ansprüchen ausgesetzt ist“(3).</p>
<p>Wie im Vorfeld angeführt, ist der Begriff der Theatralität kein spezifisch in der Theaterwissenschaft verwendeter Begriff, sondern kann als allgemein verwendete Bezeichnung für Prozesse, die dem Theater ähnlich zu sein scheinen, verwendet werden.</p>
<p>Da sich nun eine Theatralität aufgrund der nur schwammigen Fassbarkeit des Begriffs nur schwerlich nachweisen lässt, muss man einen Schritt weiter gehen. Um Begebenheiten, die im Vorfeld unter dem Begriff „Kult, Fest, Feier, Zeremonie, Ritual“(6) zusammengefasst wurden, zu beschreiben und im Nachhinein bewerten zu können, sind noch aufzustellende Thesen zu finden, mit denen nachgewiesen werden kann, dass es sich um Inszenierungen beziehungsweise Aufführungen handelt.</p>
<p>Hat man dies einmal für einen bestimmten Gegenstand nachgewiesen, kann man davon ausgehend weitere Untersuchungen anstellen, da man so geschickt die Notwendigkeit einer Theatralitätsdefinition umgehen kann.</p>
<p>Wie im Vorfeld bereits näher beschrieben wurde, wird die Politik von ihrer Natur aus für solche Untersuchungen immer wieder als Beispiel herangezogen. Daher soll im Rahmen dieser Arbeit ein anderer Themenkomplex näher untersucht werden.</p>
<p>Die Entscheidung ist auf den Bereich des Gottesdienstes gefallen, weil sich dieser neben der Politik als beständige „cultural performance“(6) über die Jahrhunderte gehalten hat. Wenn Politik eine Inszenierung ist, warum sollte dann nicht etwa ein evangelischer Gottesdienst die Aufführung einer Inszenierung sein?</p>
<h4>Quellen:</h4>
<p>(1) Herloßsohn, Karl: Allgemeines Theaterlexikon oder Encyclopädie alles Wissenswerthen für Theaterfreunde unter Mitwirkung der sachkundigsten Schriftsteller Deutschlands. Neue Ausgabe. 3. Bd. Altenburg und Leipzig 1846.</p>
<p>(2) Fischer-Lichte, Erika: Das System der theatralischen Zeichen: Semiotik des Theaters. Band 1. Tübingen 1983.</p>
<p>(3) Roselt, Jens: Kreatives Zuschauen. Zur Phänomenologie von Erfahrungen im Theater. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung, Heft 2, Stuttgart 2004. S. 46 – 56.</p>
<p>(4) Craig, Edward Gordon: Über die Kunst des Theaters. Berlin 1969.</p>
<p>(5) Hiß, Guido: Was analysiere ich wie? Der postmoderne Faust. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung. Heft 2. Stuttgart 2002. S. 20 – 30.</p>
<p>(6) Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. 324 S. Wien 2005.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=82&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=82</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Serie: Theater &amp; Religion (12)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=192</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=192#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[darstellerbezogen]]></category>
		<category><![CDATA[Erika Fischer-Lichte]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[höfisch]]></category>
		<category><![CDATA[Logik]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig XIV.]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Person]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Burke]]></category>
		<category><![CDATA[Rolle]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenkönig]]></category>
		<category><![CDATA[Tadeusz Kowzan]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>
		<category><![CDATA[Versailles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=192</guid>
		<description><![CDATA[Ein historisches Beispiel
Wie zuvor dargestellt, ist es problematisch, in Bezug auf einen evangelischen Gottesdienst die Bereiche Person und Rolle zu trennen. Das wirft allerdings auch die Vermutung auf, dass eben diese Untrennbarkeit der Schlüssel zur Analyse der darstellerbezogenen Zeichensysteme nach Kowzan(1) zu sein scheint.
Es erscheint daher unzweckmäßig, die Herleitung einzig und allein auf bloße theoretische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein historisches Beispiel</h3>
<p>Wie zuvor dargestellt, ist es problematisch, in Bezug auf einen evangelischen Gottesdienst die Bereiche Person und Rolle zu trennen. Das wirft allerdings auch die Vermutung auf, dass eben diese Untrennbarkeit der Schlüssel zur Analyse der darstellerbezogenen Zeichensysteme nach Kowzan(1) zu sein scheint.</p>
<p>Es erscheint daher unzweckmäßig, die Herleitung einzig und allein auf bloße theoretische Logik zu verlagern. Bei Nachforschungen zu dem vermuteten Zusammenhang fiel der Blick auf eine historische Epoche oder besser gesagt, eine Person einer historischen Epoche, die in diesem Kontext durch ihr Leben und Handeln eine Verbindung zwischen Person und Rolle geschaffen hat.<br />
<span id="more-192"></span><br />
Die Rede ist von König Ludwig XIV. von Frankreich, vielen auch besser bekannt als der „Sonnenkönig“. Ludwig ist durch viele politische Inszenierungen in den Jahren 1660 bis 1664, die im Ablauf von Vorneherein bis in das wohl winzigste Detail geplant wurden, zu seinem bis heute anhaltenden Bekanntheitsgrad gelangt. </p>
<p>Diese Inszenierungen, „deren einzelne Elemente mit symbolischer Bedeutung aufgeladen“(2) waren, fand in diesem Zeitraum in der breiten Öffentlichkeit statt. Die Zuschauer waren hierbei, ähnlich einer Theateraufführung, als fester Bestandteil eingeplant.</p>
<p>Peter Burke(3) hat zu dieser Thematik ein weit rezensiertes Werk geschrieben, in dem er beschreibt, wie die zuvor erwähnten Inszenierungen nach 1664 vom Tag in die Nacht und aus der Öffentlichkeit in einen in diesem Vergleich als privat zu bezeichnenden Rahmen, nämlich in die zum königlichen Schloss von Versailles gehörenden Gärten von Versailles verlegt wurden. </p>
<p>An diesen Inszenierungen, die nun den Charakter höfischer Feste hatten, nahm nun auch nicht mehr jeder Beliebige, sprich das Volk, teil. Stattdessen beschränkte sich der Kreis der Erwünschten und Zugelassenen auf Angehörige des Hofes sowie Gesandte und Gäste aus dem Ausland.</p>
<p>Die Vergleichbarkeit zum Gottesdienst besteht hier in einem gewissen Masse: die evangelischen Gottesdienste finden in der Regel nicht auf der Straße, sondern an bestimmten Plätzen, meistens in abgegrenzten Kirchenräumen statt. </p>
<p>Die Menschen, die eine Kirche besuchen, sind entweder der Glaubensrichtung zugehörige Mitglieder der Kirche oder aber gern gesehene Gäste von außerhalb. </p>
<p>Inwiefern weitere Gemeinsamkeiten vorhanden sind, soll im morgigen Artikel geklärt werden.</p>
<h4>Quellen</h4>
<p>(1) Kowzan, Tadeusz: The Sign in the Theatre. In: Diogenes 61. Zürich 1968. S.52 – 80. </p>
<p>(2) Fischer-Lichte, Erika: Politik als Inszenierung. In: Schriftenreihe des Niedersächsischen Landtags zu Themen, die der Öffentlichkeit von Interesse sind. Heft 45. Hannover 2002.</p>
<p>(3) Burke, Peter: Ludwig XIV : Die Inszenierung des Sonnenkönigs. Aus dem Englischen übersetzt. Berlin 1993.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=192&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=192</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
