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	<title>Michael Hausdorf &#187; Interaktion</title>
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		<title>Serie: Theater und Religion (03)</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 04:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Inszenierung und Aufführung
Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon  verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).
Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Inszenierung und Aufführung</h3>
<p>Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon  verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).</p>
<p>Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten dreißig Jahren zudem eine Öffnung des Begriffs stattgefunden hat, so dass er auf alle Prozesse Anwendung finden kann, bei denen das Ordnen der Personen und des Materials dazu dient, etwas in Hinblick „auf eine bestimmte Wahrnehmung erfahrbar zu machen“(2).<br />
<span id="more-82"></span><br />
Man kann also sagen, dass eine Inszenierung in erster Linie etwas sinnlich erfahrbar macht, das anders in dieser Form nicht in Erscheinung treten kann.</p>
<p>Jens Roselt(3) hingegen verwendet  den Begriff „Inszenierung“ grundlegend anders. Bei ihm steht „die Gesamtheit der szenischen Elemente“ im Mittelpunkt, wobei er sich wahrscheinlich auf Craig(4) bezieht.</p>
<p>Ihm zufolge zählen zu einer Inszenierung alle Zeichensysteme des Theaters, die sich dadurch auszeichnen, dass sie geplant oder geprobt und auf Wiederholung angelegt sind.</p>
<p>Die sinnliche Erfahrung dieser Inszenierung, also den „Zusammenklang von Bildern, Räumen, Körpern, Geräuschen, Musik und (stimmlich artikulierten) Wörtern“(5), nennt Roselt eine „Aufführung“.</p>
<p>Er unterscheidet dahin gehend, dass eine Aufführung (einer Inszenierung) auf eine konkrete Situation und ein spezifisches Publikum bezogen ist: „Produktion und Rezeption laufen gleichzeitig ab und bedingen einander. Das heißt, eine Aufführung entsteht in der Interaktion ihrer Teilnehmer“(3).</p>
<p>Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Durch die Aufführung wird eine soziale Gemeinschaft auf Zeit gestiftet, die heterogen oder homogen strukturiert sein kann und deren Formation vielfältigen Ansprüchen ausgesetzt ist“(3).</p>
<p>Wie im Vorfeld angeführt, ist der Begriff der Theatralität kein spezifisch in der Theaterwissenschaft verwendeter Begriff, sondern kann als allgemein verwendete Bezeichnung für Prozesse, die dem Theater ähnlich zu sein scheinen, verwendet werden.</p>
<p>Da sich nun eine Theatralität aufgrund der nur schwammigen Fassbarkeit des Begriffs nur schwerlich nachweisen lässt, muss man einen Schritt weiter gehen. Um Begebenheiten, die im Vorfeld unter dem Begriff „Kult, Fest, Feier, Zeremonie, Ritual“(6) zusammengefasst wurden, zu beschreiben und im Nachhinein bewerten zu können, sind noch aufzustellende Thesen zu finden, mit denen nachgewiesen werden kann, dass es sich um Inszenierungen beziehungsweise Aufführungen handelt.</p>
<p>Hat man dies einmal für einen bestimmten Gegenstand nachgewiesen, kann man davon ausgehend weitere Untersuchungen anstellen, da man so geschickt die Notwendigkeit einer Theatralitätsdefinition umgehen kann.</p>
<p>Wie im Vorfeld bereits näher beschrieben wurde, wird die Politik von ihrer Natur aus für solche Untersuchungen immer wieder als Beispiel herangezogen. Daher soll im Rahmen dieser Arbeit ein anderer Themenkomplex näher untersucht werden.</p>
<p>Die Entscheidung ist auf den Bereich des Gottesdienstes gefallen, weil sich dieser neben der Politik als beständige „cultural performance“(6) über die Jahrhunderte gehalten hat. Wenn Politik eine Inszenierung ist, warum sollte dann nicht etwa ein evangelischer Gottesdienst die Aufführung einer Inszenierung sein?</p>
<h4>Quellen:</h4>
<p>(1) Herloßsohn, Karl: Allgemeines Theaterlexikon oder Encyclopädie alles Wissenswerthen für Theaterfreunde unter Mitwirkung der sachkundigsten Schriftsteller Deutschlands. Neue Ausgabe. 3. Bd. Altenburg und Leipzig 1846.</p>
<p>(2) Fischer-Lichte, Erika: Das System der theatralischen Zeichen: Semiotik des Theaters. Band 1. Tübingen 1983.</p>
<p>(3) Roselt, Jens: Kreatives Zuschauen. Zur Phänomenologie von Erfahrungen im Theater. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung, Heft 2, Stuttgart 2004. S. 46 – 56.</p>
<p>(4) Craig, Edward Gordon: Über die Kunst des Theaters. Berlin 1969.</p>
<p>(5) Hiß, Guido: Was analysiere ich wie? Der postmoderne Faust. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung. Heft 2. Stuttgart 2002. S. 20 – 30.</p>
<p>(6) Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. 324 S. Wien 2005.</p>
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		<title>Serie: Theater und Religion (16)</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anwendbarkeit des Axioms
Wie in den letzten Artikeln bereits erwähnt, kann man Jens Roselt(1) zufolge von einer Inszenierung sprechen, wenn alle Zeichensysteme des Theaters Verwendung finden. 
Daher wurde nachgewiesen, dass eine semiotische Analyse unter Verwendung der Systematisierung theatraler Zeichen nach Kowzan(2) möglich ist.

Zum Nachweis wurden sowohl theatertheoretische wie auch philosophische und historische Bezüge gewählt, die eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Anwendbarkeit des Axioms</h3>
<p>Wie in den letzten Artikeln bereits erwähnt, kann man Jens Roselt(1) zufolge von einer Inszenierung sprechen, wenn alle Zeichensysteme des Theaters Verwendung finden. </p>
<p>Daher wurde nachgewiesen, dass eine semiotische Analyse unter Verwendung der Systematisierung theatraler Zeichen nach Kowzan(2) möglich ist.<br />
<span id="more-219"></span><br />
Zum Nachweis wurden sowohl theatertheoretische wie auch philosophische und historische Bezüge gewählt, die eine Vergleichbarkeit überhaupt ermöglichten. Sowohl Darsteller als auch Raum eines evangelischen Gottesdienstes sind demnach mit einer aus der Theaterwissenschaft stammenden Methodik erfassbar.</p>
<p>Wie zuvor angenommen, lässt dies darauf schließen, dass es sich um die Aufführung einer Inszenierung handelt. Es wurde anhand von Bentley(3) und Burke(4) nachgewiesen, dass es sich bei einem evangelischen Gottesdienst um einen interaktiven Prozess handeln muss. </p>
<p>Dadurch wird die zweite Forderung nach Roselt erfüllt: „Produktion und Rezeption laufen gleichzeitig ab und bedingen einander. Das heißt, eine Aufführung entsteht in der Interaktion ihrer Teilnehmer.“ </p>
<p>Zudem wird auch die dritte Forderung Roselts erfüllt: es wird eine „soziale Gemeinschaft auf Zeit“ gestiftet, die insbesondere auch durch den Raum zustande kommt. Dies wurde durch die Bezugnahme auf die Theorien von Eliade(5) zum heiligen Raum und dessen Zusammenhang mit der heiligen Zeit nachgewiesen.</p>
<p>Es hat sich zwar als deutlich schwieriger erwiesen, einen evangelischen Gottesdienst als Ganzes zu betrachten als den kurzen Auftritt eines einzelnen Politikers zu erfassen, jedoch wurde nachgewiesen, dass der Ansatz von Frau Fischer-Lichte, wie sie ihn in ihrem Vortrag dargestellt hat, in diesem Bereich ebenfalls Verwendung finden kann.</p>
<p>Wozu nun die vielen Worte? In meinem morgigen Artikel werde ich die Quintessenz vom Staube ziehen und diese Serie abschließen.</p>
<h4>Quellen</h4>
<p>(1) Roselt, Jens: Kreatives Zuschauen. Zur Phänomenologie von Erfahrungen im Theater. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung, Heft 2, Stuttgart 2004. S. 46 – 56. </p>
<p>(2) Kowzan, Tadeusz: The Sign in the Theatre. In: Diogenes 61. Zürich 1968. S.52 – 80. </p>
<p>(3) Bentley, Eric: Das lebendige Drama. Eine elementare Dramaturgie. Deutsch von Walter Hasenclever. Velber bei Hannover 1967.</p>
<p>(4) Burke, Peter: Ludwig XIV : Die Inszenierung des Sonnenkönigs. Aus dem Englischen übersetzt. Berlin 1993.</p>
<p>(5) Eliade, Mircea: Das Heilige und das Profane : vom Wesen des Religiösen. Frankfurt am Main 1990.</p>
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		<title>Blind Date</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 11:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
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Premiere am 21. Juni 2010 &#8211; Theater im Rathaus, Essen &#8211; 15 Uhr
Was als Schulprojekt angefangen hat, immer weiter Gestalt annahm, findet nun in einer öffentlichen Aufführung seine Vollendung. Am 21. Juni 2010 um 15 Uhr wird sich der Vorhang für die Premiere meiner Inszenierung von Clemens Schäfers &#8220;Blind Date&#8221; öffnen.
Der Stücktext ist das Ergebnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/06/DSCF0605.JPG"><img class="aligncenter size-medium wp-image-740" title="Blind Date" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/06/DSCF0605-300x225.jpg" alt="Blind Date" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
<h3>Premiere am 21. Juni 2010 &#8211; Theater im Rathaus, Essen &#8211; 15 Uhr</h3>
<p>Was als Schulprojekt angefangen hat, immer weiter Gestalt annahm, findet nun in einer öffentlichen Aufführung seine Vollendung. Am 21. Juni 2010 um 15 Uhr wird sich der Vorhang für die Premiere meiner Inszenierung von Clemens Schäfers &#8220;Blind Date&#8221; öffnen.</p>
<p>Der Stücktext ist das Ergebnis einer ähnlichen Arbeit aus den 90er Jahren, die Clemens Schäfer mit seiner eigenen Theatergruppe entwickelt hat. Danach schon mehrfach von anderen Gruppen umgesetzt, hat das Stück seinen Stand im Amateurtheaterbereich gefestigt und seitdem nichts an Beliebtheit und Aktualität einbüssen müssen</p>
<p>Die Neufassung von Michael Hausdorf zeichnet sich vor Allem dadurch aus, dass das Stück Einiges an Textballast verloren und die Rollen teilweise in ihrer Art und Sprache neuinterpretiert werden. Neue Szenen sind hinzugekommen, tagespolitische Randbemerkungen fanden Einfluss.</p>
<p>Wenn Sie noch eine Karte für die Premiere haben möchten, setzen Sie sich bitte hierzu auf dem üblichen Wege mit mir in Kontakt.</p>
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		<title>Blind Date (Regie: Michael Hausdorf) &#8211; die DVD ist erschienen</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 08:41:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Liebe Blogbesucher,
mit Stolz möchte ich verkünden, dass die DVD zur Produktion &#8220;Blind Date&#8221; erschienen ist.


Erhältlich ist die DVD in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen:
Blind Date Standard Edition
Eine exzellente Aufnahme im Sinne eines gewissen Retrostils. Zu sehen sind die Produktion an sich sowie die Laudatio, die sich an die eigentliche Premiere angeschlossen hat.



Blind Date Special Extended Edition
Die Blind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Blogbesucher,</p>
<p>mit Stolz möchte ich verkünden, dass die DVD zur Produktion &#8220;Blind Date&#8221; erschienen ist.</p>
<p><a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-032.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-774" title="Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-032-300x225.jpg" alt="Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
Erhältlich ist die DVD in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen:</p>
<p>Blind Date Standard Edition</p>
<p>Eine exzellente Aufnahme im Sinne eines gewissen Retrostils. Zu sehen sind die Produktion an sich sowie die Laudatio, die sich an die eigentliche Premiere angeschlossen hat.<br />
<br />
<a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-028.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-776" title="Lisa und Sascha in der Maske" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-028-300x225.jpg" alt="Lisa und Sascha in der Maske" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
Blind Date Special Extended Edition</p>
<p>Die Blind Date SEE enthält Backstage-Berichte, das Plakat von Ronald Schröder als handliches PDF, einen Scan der Pressereaktion sowie über 350 Fotos aus den einzelnen Produktionsabschnitten.<br />
<br />
<a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/Probenfotos-004.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-777" title="Probenfoto Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/Probenfotos-004-300x225.jpg" alt="Probenfoto Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
Blind Date Probenaufnahmen</p>
<p>Auch diese Aufnahmen sind als Doppel-DVD erhältlich. Die Verfügbarkeit beschränkt sich jedoch auf das Produktionsteam an sich. Bei Interesse bitte ich um eine kurze Rückmeldung.</p>
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