<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Michael Hausdorf &#187; Musik</title>
	<atom:link href="http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&#038;tag=musik" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.michael-hausdorf.de</link>
	<description>die offizielle Internetpräsenz zum Mensch</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Aug 2010 08:47:12 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (03)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=82</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=82#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 04:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines Theaterlexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Kotte]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführung]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[cultural performance]]></category>
		<category><![CDATA[Darstellung]]></category>
		<category><![CDATA[die Kunst des Theaters]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Gordon Craig]]></category>
		<category><![CDATA[Erika Fischer-Lichte]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Feier]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Hiß]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Roselt]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Herloßsohn]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Kult]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Phänomenologie von Erfahrungen im Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Probe]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeption]]></category>
		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[stimmliche Artikulation]]></category>
		<category><![CDATA[System der theatralischen Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[szenische Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[These]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensystem des Theaters]]></category>
		<category><![CDATA[Zeremonie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=82</guid>
		<description><![CDATA[Inszenierung und Aufführung
Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon  verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).
Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Inszenierung und Aufführung</h3>
<p>Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon  verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).</p>
<p>Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten dreißig Jahren zudem eine Öffnung des Begriffs stattgefunden hat, so dass er auf alle Prozesse Anwendung finden kann, bei denen das Ordnen der Personen und des Materials dazu dient, etwas in Hinblick „auf eine bestimmte Wahrnehmung erfahrbar zu machen“(2).<br />
<span id="more-82"></span><br />
Man kann also sagen, dass eine Inszenierung in erster Linie etwas sinnlich erfahrbar macht, das anders in dieser Form nicht in Erscheinung treten kann.</p>
<p>Jens Roselt(3) hingegen verwendet  den Begriff „Inszenierung“ grundlegend anders. Bei ihm steht „die Gesamtheit der szenischen Elemente“ im Mittelpunkt, wobei er sich wahrscheinlich auf Craig(4) bezieht.</p>
<p>Ihm zufolge zählen zu einer Inszenierung alle Zeichensysteme des Theaters, die sich dadurch auszeichnen, dass sie geplant oder geprobt und auf Wiederholung angelegt sind.</p>
<p>Die sinnliche Erfahrung dieser Inszenierung, also den „Zusammenklang von Bildern, Räumen, Körpern, Geräuschen, Musik und (stimmlich artikulierten) Wörtern“(5), nennt Roselt eine „Aufführung“.</p>
<p>Er unterscheidet dahin gehend, dass eine Aufführung (einer Inszenierung) auf eine konkrete Situation und ein spezifisches Publikum bezogen ist: „Produktion und Rezeption laufen gleichzeitig ab und bedingen einander. Das heißt, eine Aufführung entsteht in der Interaktion ihrer Teilnehmer“(3).</p>
<p>Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Durch die Aufführung wird eine soziale Gemeinschaft auf Zeit gestiftet, die heterogen oder homogen strukturiert sein kann und deren Formation vielfältigen Ansprüchen ausgesetzt ist“(3).</p>
<p>Wie im Vorfeld angeführt, ist der Begriff der Theatralität kein spezifisch in der Theaterwissenschaft verwendeter Begriff, sondern kann als allgemein verwendete Bezeichnung für Prozesse, die dem Theater ähnlich zu sein scheinen, verwendet werden.</p>
<p>Da sich nun eine Theatralität aufgrund der nur schwammigen Fassbarkeit des Begriffs nur schwerlich nachweisen lässt, muss man einen Schritt weiter gehen. Um Begebenheiten, die im Vorfeld unter dem Begriff „Kult, Fest, Feier, Zeremonie, Ritual“(6) zusammengefasst wurden, zu beschreiben und im Nachhinein bewerten zu können, sind noch aufzustellende Thesen zu finden, mit denen nachgewiesen werden kann, dass es sich um Inszenierungen beziehungsweise Aufführungen handelt.</p>
<p>Hat man dies einmal für einen bestimmten Gegenstand nachgewiesen, kann man davon ausgehend weitere Untersuchungen anstellen, da man so geschickt die Notwendigkeit einer Theatralitätsdefinition umgehen kann.</p>
<p>Wie im Vorfeld bereits näher beschrieben wurde, wird die Politik von ihrer Natur aus für solche Untersuchungen immer wieder als Beispiel herangezogen. Daher soll im Rahmen dieser Arbeit ein anderer Themenkomplex näher untersucht werden.</p>
<p>Die Entscheidung ist auf den Bereich des Gottesdienstes gefallen, weil sich dieser neben der Politik als beständige „cultural performance“(6) über die Jahrhunderte gehalten hat. Wenn Politik eine Inszenierung ist, warum sollte dann nicht etwa ein evangelischer Gottesdienst die Aufführung einer Inszenierung sein?</p>
<h4>Quellen:</h4>
<p>(1) Herloßsohn, Karl: Allgemeines Theaterlexikon oder Encyclopädie alles Wissenswerthen für Theaterfreunde unter Mitwirkung der sachkundigsten Schriftsteller Deutschlands. Neue Ausgabe. 3. Bd. Altenburg und Leipzig 1846.</p>
<p>(2) Fischer-Lichte, Erika: Das System der theatralischen Zeichen: Semiotik des Theaters. Band 1. Tübingen 1983.</p>
<p>(3) Roselt, Jens: Kreatives Zuschauen. Zur Phänomenologie von Erfahrungen im Theater. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung, Heft 2, Stuttgart 2004. S. 46 – 56.</p>
<p>(4) Craig, Edward Gordon: Über die Kunst des Theaters. Berlin 1969.</p>
<p>(5) Hiß, Guido: Was analysiere ich wie? Der postmoderne Faust. In: Der Deutschunterricht: Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung. Heft 2. Stuttgart 2002. S. 20 – 30.</p>
<p>(6) Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. 324 S. Wien 2005.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=82&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=82</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (05)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=132</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=132#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 03:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Eindruck]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienstordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Lautstärke]]></category>
		<category><![CDATA[Messgottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[ökumenisch]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=132</guid>
		<description><![CDATA[Die Eröffnung
Im Messgottesdienst, einer eher ökumenisch orientierten Gottesdienstform, wird der eigentlichen Verkündigung ein einleitender Teil vorangestellt. Dieser ist je nach Kirche und Pfarrer durch sehr individuelle Handlungen gekennzeichnet. 
Das erklärt sich zum einen dadurch, dass sich jede Kirche, oder aber auch der im Winter stattdessen gelegentlich genutzte Gemeindesaal, von anderen Kirchen oder Sälen in baulicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Eröffnung</h3>
<p>Im Messgottesdienst, einer eher ökumenisch orientierten Gottesdienstform, wird der eigentlichen Verkündigung ein einleitender Teil vorangestellt. Dieser ist je nach Kirche und Pfarrer durch sehr individuelle Handlungen gekennzeichnet. </p>
<p>Das erklärt sich zum einen dadurch, dass sich jede Kirche, oder aber auch der im Winter stattdessen gelegentlich genutzte Gemeindesaal, von anderen Kirchen oder Sälen in baulicher Weise unterscheidet.<br />
<span id="more-132"></span><br />
Zum anderen liegt es in der Natur der Sache, dass ein Pfarrer, der sehr bemüht um seine Gemeinde ist, einen anderen Stand bei seinen Gemeindemitgliedern hat, als beispielsweise ein Pfarrer einer großen Kirche in einem Urlaubsort, der zwar auch eine große Zahl von Besuchern in seinen Gottesdiensten begrüßen kann, diese aber vermutlich nicht namentlich, sondern wenn überhaupt, nur vom Sehen her kennt.</p>
<p>Es liegt also nicht zu fern, zu behaupten, dass der Raum, also die Kirche und der Veranstalter, demnach der Pfarrer, einen Einfluss auf den ersten Eindruck haben können, den ein Gemeindemitglied beim zumeist sonntäglichen Besuch des Gottesdienstes hat.</p>
<p>Nicht unüblich und sogar ausdrücklich in der Gottesdienstordnung(1) vorgeschlagen ist die Verwendung von einleitender Musik. Da die meisten Kirchenräume über eine Orgel (oder ein Instrument ähnlicher Größenordnung) verfügen dürften, ist hiermit eine Beschallung des Kirchenraumes zu einem genügenden Masse rein technisch durchaus möglich. </p>
<p>Doch auch hier ergibt ein nicht zu unterschätzender Faktor individueller Natur, der in der Person des Musikers liegt, der dieses Instrument bedient. Dieser kann natürlich ein Virtuose auf seinem Gebiet sein. Es kann aber auch genauso gut ein mittelmäßig begabter Musikstudent sein oder ein Gemeindemitglied sein. Diese von diesem Musiker gespielte Musik wird von allen Gemeindemitgliedern beim Eintritt wahrgenommen.</p>
<p>Hierbei muss beachtet werden, dass Pfarrer und Musiker in der Regel die zu spielenden Stücke bereits im Vorfeld gemeinsam ausgesucht haben dürften. Ob die Musik sich nun mit der Grundstimmung der eintretenden Gemeindemitglieder in Einklang bringen lässt oder aber auf Abneigung stößt, lässt sich nicht vorhersagen, sollte jedoch als Faktor in die Überlegungen zur Vorbereitung eines Gottesdienstes miteinbezogen werden. </p>
<p>Wünschenswert ist sicher, dass die erklingende Musik sowie die Begrüßung durch den Pfarrer dem Besucher das Gefühl vermitteln, dass er hier willkommen ist. Denn an dieser Stelle entscheidet sich bereits, ob das Gemeindemitglied den Eindruck hat, als Person wahrgenommen zu werden. </p>
<p>Wenn diese Handlung seitens des Pfarrers erfolgreich ist, dann kann sich in der Folge beim Gläubigen ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit einstellen. Kommt es dazu, dürfte die innere Bereitschaft zur Annahme der im Gottesdienst vermittelten Inhalte um ein Vielfaches größer sein, als wenn diese Grundbedingung nicht erfüllt ist.</p>
<p>In vielen Gemeinden ist zudem eine weitere, vorbereitende Handlung nicht unüblich: das Eingangsgebet. Es dient dem Sinn nach dazu, sich auf den folgenden Gottesdienst innerlich vorzubereiten. Da es der inneren Form nach eine direkte Anrede Gottes darstellt, in der der Gläubige etwa seine Sorgen, Bitten und Wünsche vorträgt, gibt es hierzu keine Vorgaben. </p>
<p>Die Individualität dieses Gebets bringt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten mit sich: es macht einen Unterschied, ob der Gläubige zu Beginn des Gebets sitzt und ein stilles Gebet spricht oder ob er etwa im Mittelgang stehen bleibt und in mäßiger Lautstärke, sich der Aufmerksamkeit der Anderen sehr wohl bewusst, anfängt zu beten. Die Möglichkeiten zur Selbstinszenierung sind an dieser Stelle sehr vielfältig.</p>
<h4>Quellen</h4>
<p>(1) Evangelisches Gottesdienstbuch. Berlin 2001.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=132&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=132</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (06)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=138</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=138#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 03:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Altar]]></category>
		<category><![CDATA[Anrufung]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Dekoration]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterbühne]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[multimedial]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Seitenbühne]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstinszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=138</guid>
		<description><![CDATA[Die Anrufung
Im Regelfall wird die im letzten Artikel  erwähnte Selbstinszenierung eines Besuchers sich aber in einem dezenten und sozial verträglichen  Rahmen halten. 
Gewöhnlich folgt der zuvor beschriebenen Vorbereitung  nun die erste Phase, die so genannte Anrufung. 
Eingeleitet wird diese dadurch, dass der Pfarrer den Kirchenraum als Letzter betritt. Dies macht er in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Anrufung</h3>
<p>Im Regelfall wird die im letzten Artikel  erwähnte Selbstinszenierung eines Besuchers sich aber in einem dezenten und sozial verträglichen  Rahmen halten. </p>
<p>Gewöhnlich folgt der zuvor beschriebenen Vorbereitung  nun die erste Phase, die so genannte Anrufung. </p>
<p>Eingeleitet wird diese dadurch, dass der Pfarrer den Kirchenraum als Letzter betritt. Dies macht er in gemäßigtem Schritt zumeist entweder durch die Mitte der Bankreihen von hinten herein der aus einer im vorderen Bereich des Kirchenraumes in der linken oder rechten Ecke vorhandenen Tür heraus. </p>
<p>Hinter dieser Tür befindet sich meistens die Sakristei, ein Raum, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich, sondern eher als Umkleidemöglichkeit und dergleichen gedacht ist. Ein Vergleich zu einer Seiten- oder Hinterbühne in einem klassischen Theater drängt sich hier auf.<br />
<span id="more-138"></span><br />
Unabhängig davon, woher der Pfarrer kommt, ist das Ziel seines Ganges der zentriert vor den Zuschauerreihen gebaute Altar. </p>
<p>Begleitet wird dieser Gang in der Regel von pathetischer Orgelmusik und endet damit, dass der Pfarrer sich schweigend, den Altar im Rücken, der Gemeinde zuwendet und diese begrüßt.</p>
<p>Der Altar selber ist in der Regel bereits im Vorfeld mit aussagekräftiger Dekoration bestückt worden, so zum Beispiel Kerzen, einem überdimensionalen, aufgeschlagenem Gebetsbuch, frischen Blumen oder aber einem auf dem Altar stehendem Kreuz. </p>
<p>Je nach Tag im Kirchenkalender kommt hinzu, dass im Vorfeld verschiedene Tücher, ähnlich Flaggen, auf oder über den Altar gespannt wurden. Diese sind mit Symbolen in verschiedenen Farben gestaltet. </p>
<p>Es würde jedoch den Rahmen dieser Reihe sprengen, auf die einzelnen Farben und Symbole, die dort zu sehen sind, einzugehen, daher soll und muss diese Erwähnung genügen.</p>
<p>In einem Psalmgottesdienst folgt nach der Begrüßung ein gemeinsames Gebet, dass diese Phase dann auch schon wieder schließt. </p>
<p>Im Messgottesdienst geht der Pfarrer deutlich ausführlicher vor. Der Begrüßung folgt ein Eingangspsalm, auf den er sich im Laufe des Gottesdienstes immer wieder bezieht. </p>
<p>Von der Funktion her könnte man diesen Psalm als „Motto“ bezeichnen, da er ein Motiv enthält, das immer wieder aufgegriffen wird.</p>
<p>Anschließend wird ein gemeinsames Lied gesungen. In der Regel verhält es sich so, dass der Besucher des Gottesdienstes, als er den Kirchenraum betreten hat, entweder einen fotokopierten Liederzettel mit Text und Noten oder aber ein Liederbuch aus dem kircheneigenen Bestand erhalten hat. </p>
<p>Diese Lieder sind in der Regel durchnummeriert und werden dementsprechend vom Pfarrer genannt. Unterstützt wird diese Nennung von zwei Methoden. </p>
<p>Zum Einen gibt es in älteren Kirchenräumen an der Wand hinter dem Altar eine Art von Steckleiste, auf der Zahlen von einem Kirchenangestellten vorher angebracht werden können. </p>
<p>Zum anderen gibt es aber auch, vor allem in neueren Kirchenräumen, die weit verbreitete Alternative, dass die Nummer des Liedes einfach per Diaprojektor-Technik auf die Wand hinter dem Altar projiziert wird. Eine Verbindung zur modernen multimedialen Inszenierung scheint hier andeutungsweise vorhanden.</p>
<p>Dem Lied folgt, meist von kurzen Worten des Pfarrers begleitet, ein gemeinsames Gebet, das in der Regel allen regelmäßig erscheinenden Besuchern bekannt ist. Nicht unüblich ist es auch, dass dies mehrmals hintereinander wiederholt wird, also im Wechsel ein Lied und ein Gebet. </p>
<p>Stellenweise erinnert dieses gemeinsame Rezitieren bekannter Lieder und Texte an Menschen, die sich über Summen oder ähnliche Lautäußerungen in eine Art Trance bringen wollen.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=138&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=138</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (07)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=148</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=148#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 03:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Bekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fürbitten]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Kanon]]></category>
		<category><![CDATA[Kollekte]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>
		<category><![CDATA[Verkündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=148</guid>
		<description><![CDATA[Verkündigung und Bekenntnis
Nach einer individuell verschiedenen Anzahl von Liedern und Gebeten folgt dann die zweite Phase des Gottesdienstes: die Verkündigung.
Die Verkündigung selbst kann als eine zentrale Phase des evangelischen Gottesdienstes gesehen werden. Sie unterscheidet sich von den vorherigen Phasen durch eine gewisse Exklusivität.
In der Regel, über einen längeren Zeitraum von Wochen, Monaten oder gar Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Verkündigung und Bekenntnis</h3>
<p>Nach einer individuell verschiedenen Anzahl von Liedern und Gebeten folgt dann die zweite Phase des Gottesdienstes: die Verkündigung.</p>
<p>Die Verkündigung selbst kann als eine zentrale Phase des evangelischen Gottesdienstes gesehen werden. Sie unterscheidet sich von den vorherigen Phasen durch eine gewisse Exklusivität.</p>
<p>In der Regel, über einen längeren Zeitraum von Wochen, Monaten oder gar Jahren gesehen, wird es zu keiner oder kaum einer Änderung sowohl in der in der Durchführung der Begrüßungs- wie auch der Anrufungsphase seitens des Pfarrers und des Gemeindepersonals kommen.<br />
<span id="more-148"></span><br />
Dies mag zum Einen darin begründbar sein, dass dies in der Gottesdienstordnung der evangelischen Landeskirchen nicht vorgesehen ist. Zum Anderen wurde bereits im Vorfeld erklärt, dass eine gleich bleibende Struktur dem Sinn der ersten beiden Phasen des Gottesdienstes in Bezug auf Konstruktion beziehungsweise Rekonstruktion eines Zusammengehörigkeitsgefühls entgegen kommt.</p>
<p>Inhaltlich betrachtet stellt die Phase der Verkündigung demnach eine Art von Improvisationsteil dar, obwohl eine gewisse Grundstruktur durch so genannte Tageslosungen vorgegeben ist. Diese werden deshalb referiert, um den formellen Rahmen, der seitens der Besucher scheinbar erwartet wird, nicht zu verlassen.</p>
<p>In der Regel wird im Messgottesdienst eine Textpassage aus der Bibel verlesen. Um den Übergang zur eigentlichen Predigt zu gewährleisten, wählt der Pfarrer in den meisten Fällen einen aktuellen Bezug.</p>
<p>Das bekannteste Beispiel hierfür ist der alljährlich am 24. Dezember stattfindende Weihnachtsgottesdienst, der auch von Menschen besucht wird, die man nicht unbedingt als regelmäßige Kirchgänger bezeichnen würde.</p>
<p>Realistisch betrachtet könnte man von diesem speziellen Gottesdienst auch sagen, dass es der wohl am besten besuchte Gottesdienst des Jahres in nahezu jeder Kirche des Landes sein dürfte. Der Anlass, auf den sich der Pfarrer an dieser Stelle beziehen dürfte, ist die Geburt Jesu(1), eine Geschichte, die den meisten Besuchern hinlänglich bekannt ist.</p>
<p>Der Pfarrer wird nun die Geschichte der Geburt Jesu und den zu diesem Anlass stattfindenden Gottesdienst als Bezugspunkt seiner Predigt wählen. Die Wahl der von ihm aufzustellenden These, die er anhand weiterer Bibelzitate belegen wird, scheint hierbei relativ frei und nicht vorgegeben zu sein.</p>
<p>Vom Grundtenor ist sie zumeist Folgende: eine Erinnerung an die Grundsätze des Glaubens und der daraus abgeleiteten christlichen Nächstenliebe. Zumeist wird der Predigende dem moralische Weisungen und Anstöße zur Reflektion des eigenen, alltäglichen Verhaltens beistellen.</p>
<p>Nach dieser Vermischung von Textrezension und deren Bezug auf die Alltagsrealität der Gläubigen wird der Predigtteil von Seiten des Pfarrers beendet. Dem folgt als eigenständiger, jedoch wenig variierbarer Teil dieser Phase des Gottesdienstes das Glaubensbekenntnis, welches eine kanonisierte Zustimmung der Gemeinde zum verkündigten Wort Gottes darstellt.</p>
<p>Nicht unüblich ist auch an dieser Stelle, die in der Gemeinde des Weiteren vorhandenen Ressourcen wie beispielsweise einen Chor oder eventuell vorhandene Instrumentalmusiker zur akustischen Untermalung mit einzubeziehen.</p>
<p>Unterstrichen wird die Zustimmung noch durch das Dankopfer und die Fürbitten. Das Dankopfer ist auch als Kollekte bekannt. Die Kollekte soll dazu beitragen, den Notleidenden zu helfen. Die Fürbitten dienen dazu, den Wunsch nach Frieden und Erfüllung im Glauben nochmals zu betonen.</p>
<h4>Quellen</h4>
<p>(1) Neues Testament, vgl. Lukas 2,7 &amp; Matthäus 11,29</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=148&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=148</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (09)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=171</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=171#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 07:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Geleitwort]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Segen]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=171</guid>
		<description><![CDATA[Sendung und Segen
Um den Übergang von der Gemeindeversammlung im Gottesdienst hin zum individuellen Alltagsleben zurück zu realisieren, gehen beide Gottesdienstformen, also sowohl der Messgottesdienst wie auch der Predigtgottesdienst, ähnliche Wege.
Nachdem das Abendmahl durch die Wiedereinnahme der Plätze sowie ein gemeinsames Gebet und vielleicht noch ein Lied abgeschlossen wurde, folgt die vierte Phase, genannt Sendung sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Sendung und Segen</h3>
<p>Um den Übergang von der Gemeindeversammlung im Gottesdienst hin zum individuellen Alltagsleben zurück zu realisieren, gehen beide Gottesdienstformen, also sowohl der Messgottesdienst wie auch der Predigtgottesdienst, ähnliche Wege.</p>
<p>Nachdem das Abendmahl durch die Wiedereinnahme der Plätze sowie ein gemeinsames Gebet und vielleicht noch ein Lied abgeschlossen wurde, folgt die vierte Phase, genannt Sendung sowie das zugehörige Segenswort, welches fest geprägt ist.<br />
<span id="more-171"></span><br />
Dem wird zumeist noch ein variables Geleitwort bis hin zum nächsten Gottesdienst hinzugefügt.</p>
<p>Im Predigtgottesdienst zeigt sich hier meist nochmals der Zusammenhang zur Verkündigung auf, da sich hier das Geleitwort mit einer Art Empfehlung darstellt, wie der inhaltliche Kern der zuvor rezipierten Predigt im Alltag der Gläubigen umgesetzt werden kann.</p>
<p>Dem nachgestellt sind zumeist organisatorische Hinweise, die die nahe Zukunft betreffen, etwa andere Gottesdienstveranstaltungen, Taufen, Hochzeiten oder Gemeindeereignisse wie Osterfeuer und dergleichen.</p>
<p>Der Pfarrer begibt sich nun, den Gottesdienst damit offiziell beendend, vom Altar aus durch den im Regelfall vorhandenen Mittelgang zum Ausgang, wobei das Schritttempo dem des Einmarsches  am Anfang entspricht. Begleitet wird dieser Auszug von Orgelmusik oder anderen gegebenenfalls vorhandenen Instrumenten.</p>
<p>Je nach Art und Weise der Musik zum Ausgang hat diese entweder einen besinnlichen oder aber einen begleitenden Charakter. Der Pfarrer stellt sich dann, je nach Witterungsverhältnissen, innen oder außen zu Seiten des Ausgangs auf.</p>
<p>Die Gemeindemitglieder erheben sich dann ebenfalls und begeben sich auch zum Ausgang. Beim Verlassen der Kirche werden sie persönlich vom Pfarrer verabschiedet, in den meisten Fällen mit einem erneuten Hinweis auf den nächstfolgenden Gottesdienst.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=171&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=171</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Serie: Theater und Religion (17)</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=224</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=224#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 07:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführung]]></category>
		<category><![CDATA[Choreographie]]></category>
		<category><![CDATA[Darsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Epilog]]></category>
		<category><![CDATA[evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienstordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Landeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Probe]]></category>
		<category><![CDATA[Prolog]]></category>
		<category><![CDATA[Regie]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterstück]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buengers.de/?p=224</guid>
		<description><![CDATA[Perspektiven
Es wurde bewiesen, dass es sich bei einem evangelischen Gottesdienst um die Aufführung einer Inszenierung handeln muss. Dies wurde durch Vergleiche und Rückbezüge zu mehreren praktischen Beispielen und Theorien dargelegt.
Eine Inszenierung ist ihrer Natur nach in einen theatralen Kontext eingebettet. Da es nun, wie im Vorfeld exemplarisch belegt, schwierig war und ist, eine gängige Definition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Perspektiven</h3>
<p>Es wurde bewiesen, dass es sich bei einem evangelischen Gottesdienst um die Aufführung einer Inszenierung handeln muss. Dies wurde durch Vergleiche und Rückbezüge zu mehreren praktischen Beispielen und Theorien dargelegt.</p>
<p>Eine Inszenierung ist ihrer Natur nach in einen theatralen Kontext eingebettet. Da es nun, wie im Vorfeld exemplarisch belegt, schwierig war und ist, eine gängige Definition von Theatralität zu finden, bleibt die Frage offen, ob und inwiefern man, wenn die Rede von einem beispielsweise sonntäglichen Gottesdienst ist, von Theater oder Theatralität sprechen kann.<br />
<span id="more-224"></span><br />
Es ist offensichtlich geworden, dass im Bereich der Gestaltung und Planung eines evangelischen Gottesdienstes Elemente zum Einsatz kommen, wie sie auch im Theater Verwendung finden: Die Gottesdienstordnung der evangelischen Landeskirchen beispielsweise wirkt auf den Außenstehenden wie der Probentext eines Theaterstücks. </p>
<p>Die Gliederung ist zweispaltig, außen stehen Anweisungen, die Rollennamen ähnlich sind, während auf der Innenseite so etwas wie Regieanweisungen und Sprechtext zu finden sind.</p>
<p>Die dort dargestellte Aufteilung in verschiedene Phasen erinnert an Szenen eines Theaterstücks, sie enthält sowohl Prolog als auch Epilog.</p>
<p>Die Durchführung eines Gottesdienstes an sich liegt in der Vorbereitung in den Händen des Pfarrers. </p>
<p>In seinem Ermessen liegt es, wie der Altar gestaltet ist, was inhaltlich vermittelt werden soll und wie letzten Endes sein Auftritt auszusehen hat. Auch ist er Derjenige, der den Küster anweist, was er zu tun und zu lassen hat. </p>
<p>Das erinnert im entfernten Sinne an kleinere Off-Theater, in denen manchmal einer der Schauspieler, also einer der Darsteller, zudem mit der Aufgabe der Regie betraut ist.</p>
<p>In den zuvor beschriebenen Phasen, insbesondere in der des Abendmahls, ist eine Allen bekannte Choreographie von Nöten, damit das Ganze in einem für alle Beteiligten angenehmen Rahmen ablaufen kann. </p>
<p>Diese muss durch ständige Wiederholung einstudiert werden. Wenn an dieser Stelle die Assoziation zu einer Theaterprobe auftritt, ist dies nicht verwunderlich.</p>
<p>Auch die Musik ist ein wichtiges Element. Zwar spielt sie keine übergeordnete Rolle wie beispielsweise der Predigttext in der Anrufung oder das Segenswort in der letzten Phase, doch hat sie, ähnlich dem Schauspiel, unterstützenden beziehungsweise betonenden Charakter.</p>
<p>Diese Aspekte, wie auch viele weitere, können nun mit den der Theaterwissenschaft zur Verfügung stehenden Möglichkeiten analysiert werden. Es handelt sich um Elemente einer Inszenierung, die gesondert betrachtet werden können. </p>
<p>Es ist möglich, sie aus der Perspektive der Fachdisziplin heraus zu beurteilen, ohne sich in Diskurse mit anderen Wissenschaften zur Klärung grundlegender Dinge begeben zu müssen.</p>
<p>Dadurch wird vermieden, dass der Wissenszugewinn durch solche Betrachtungen durch ermüdende Grundsatzdiskussionen zum Erliegen kommt, wie es beispielsweise auf der Tagung zur Findung eines Theatralitätsbegriffs der Fall war.</p>
<p>Des Weiteren eröffnet sich dadurch die Perspektive, nicht alles Theater nennen zu müssen oder theaterähnlich sehen zu wollen, um sich mit eben diesem Gegenstand beschäftigen zu können.</p>
<p>Es wäre wünschenswert, wenn der Theatralität anverwandte Begriffe, die ähnlich inflationären Gebrauch finden, aus den Köpfen der Theaterwissenschaftler verschwinden würden und man sich stattdessen wieder mit dem befasst, was eine Inszenierung ausmacht: der sinnlichen Erfahrung.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=224&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=224</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blind Date (Regie: Michael Hausdorf) &#8211; die DVD ist erschienen</title>
		<link>http://www.michael-hausdorf.de/?p=772</link>
		<comments>http://www.michael-hausdorf.de/?p=772#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 08:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hausdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführung]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Date]]></category>
		<category><![CDATA[Darsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Darstellung]]></category>
		<category><![CDATA[die Kunst des Theaters]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hausdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Person]]></category>
		<category><![CDATA[Probe]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeption]]></category>
		<category><![CDATA[Rolle]]></category>
		<category><![CDATA[System der theatralischen Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterstück]]></category>
		<category><![CDATA[Theatralität]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensystem des Theaters]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.michael-hausdorf.de/?p=772</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Blogbesucher,
mit Stolz möchte ich verkünden, dass die DVD zur Produktion &#8220;Blind Date&#8221; erschienen ist.


Erhältlich ist die DVD in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen:
Blind Date Standard Edition
Eine exzellente Aufnahme im Sinne eines gewissen Retrostils. Zu sehen sind die Produktion an sich sowie die Laudatio, die sich an die eigentliche Premiere angeschlossen hat.



Blind Date Special Extended Edition
Die Blind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Blogbesucher,</p>
<p>mit Stolz möchte ich verkünden, dass die DVD zur Produktion &#8220;Blind Date&#8221; erschienen ist.</p>
<p><a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-032.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-774" title="Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-032-300x225.jpg" alt="Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
Erhältlich ist die DVD in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen:</p>
<p>Blind Date Standard Edition</p>
<p>Eine exzellente Aufnahme im Sinne eines gewissen Retrostils. Zu sehen sind die Produktion an sich sowie die Laudatio, die sich an die eigentliche Premiere angeschlossen hat.<br />
<br />
<a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-028.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-776" title="Lisa und Sascha in der Maske" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/kurz-vor-der-Premiere-028-300x225.jpg" alt="Lisa und Sascha in der Maske" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
Blind Date Special Extended Edition</p>
<p>Die Blind Date SEE enthält Backstage-Berichte, das Plakat von Ronald Schröder als handliches PDF, einen Scan der Pressereaktion sowie über 350 Fotos aus den einzelnen Produktionsabschnitten.<br />
<br />
<a href="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/Probenfotos-004.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-777" title="Probenfoto Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" src="http://www.michael-hausdorf.de/wp-content/uploads/2010/08/Probenfotos-004-300x225.jpg" alt="Probenfoto Blind Date (Regie: Michael Hausdorf)" width="300" height="225" /></a><br />
<br />
Blind Date Probenaufnahmen</p>
<p>Auch diese Aufnahmen sind als Doppel-DVD erhältlich. Die Verfügbarkeit beschränkt sich jedoch auf das Produktionsteam an sich. Bei Interesse bitte ich um eine kurze Rückmeldung.</p>
<img src="http://www.michael-hausdorf.de/?ak_action=api_record_view&id=772&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.michael-hausdorf.de/?feed=rss2&amp;p=772</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
