Sendung und Segen
Um den Übergang von der Gemeindeversammlung im Gottesdienst hin zum individuellen Alltagsleben zurück zu realisieren, gehen beide Gottesdienstformen, also sowohl der Messgottesdienst wie auch der Predigtgottesdienst, ähnliche Wege.
Nachdem das Abendmahl durch die Wiedereinnahme der Plätze sowie ein gemeinsames Gebet und vielleicht noch ein Lied abgeschlossen wurde, folgt die vierte Phase, genannt Sendung sowie das zugehörige Segenswort, welches fest geprägt ist.
Dem wird zumeist noch ein variables Geleitwort bis hin zum nächsten Gottesdienst hinzugefügt.
Im Predigtgottesdienst zeigt sich hier meist nochmals der Zusammenhang zur Verkündigung auf, da sich hier das Geleitwort mit einer Art Empfehlung darstellt, wie der inhaltliche Kern der zuvor rezipierten Predigt im Alltag der Gläubigen umgesetzt werden kann.
Dem nachgestellt sind zumeist organisatorische Hinweise, die die nahe Zukunft betreffen, etwa andere Gottesdienstveranstaltungen, Taufen, Hochzeiten oder Gemeindeereignisse wie Osterfeuer und dergleichen.
Der Pfarrer begibt sich nun, den Gottesdienst damit offiziell beendend, vom Altar aus durch den im Regelfall vorhandenen Mittelgang zum Ausgang, wobei das Schritttempo dem des Einmarsches am Anfang entspricht. Begleitet wird dieser Auszug von Orgelmusik oder anderen gegebenenfalls vorhandenen Instrumenten.
Je nach Art und Weise der Musik zum Ausgang hat diese entweder einen besinnlichen oder aber einen begleitenden Charakter. Der Pfarrer stellt sich dann, je nach Witterungsverhältnissen, innen oder außen zu Seiten des Ausgangs auf.
Die Gemeindemitglieder erheben sich dann ebenfalls und begeben sich auch zum Ausgang. Beim Verlassen der Kirche werden sie persönlich vom Pfarrer verabschiedet, in den meisten Fällen mit einem erneuten Hinweis auf den nächstfolgenden Gottesdienst.
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