Freitag, 26. Juni 2009
Inszenierung und Aufführung
Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).
Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten dreißig Jahren zudem eine Öffnung des Begriffs stattgefunden hat, so dass er auf alle Prozesse Anwendung finden kann, bei denen das Ordnen der Personen und des Materials dazu dient, etwas in Hinblick „auf eine bestimmte Wahrnehmung erfahrbar zu machen“(2).
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Freitag, 03. Juli 2009
Zeichensysteme
In den vorherigen Artikeln ist in groben Zügen die Struktur eines Gottesdienstes dargestellt worden. Randbemerkungen zur Andeutung von Parallelen zum Theater wurden gemacht, doch ist damit noch längst nicht bestimmt, ob es sich bei einem evangelischen Gottesdienst wirklich um eine Aufführung im eigentlichen Sinne handelt.
Um dies nachzuweisen, ist es unabdinglich, ein Axiom(1) anzunehmen. Wenn nachgewiesen wird, dass es sich um eine Inszenierung handelt, dann kann von einer Aufführung ausgegangen werden.
Um nachzuweisen, dass es sich um eine Inszenierung handelt, muss die Inszenierung deduktiv auf ihre einzelnen Bestandteile hin betrachtet werden. Diese müssen separat voneinander betrachtet werden, um dann in einem zweiten Schritt induktiv auf die Inszenierung zurück schließen zu können.
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Tags:akustisch, Aufführung, Axiom, Beleuchtung, Bewegung, Bühnenbild, Bühnenraum, Darsteller, Erika Fischer-Lichte, evangelisch, Frisur, Gestik, Gottesdienst, Inszenierung, Methoden, Michael Hausdorf, Mimik, Politik als Inszenierung, Raum, Requisite, Schminke, System der theatralischen Zeichen, Theater, visuell
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Dienstag, 07. Juli 2009
Bühne und Raum
Im vorherigen Artikel ist nachgewiesen worden, dass eine Überschneidung zwischen der darstellenden Person und der dargestellten Rolle kein Ausschlusskriterium für eine darstellerbezogene Systematisierung theatraler Zeichen in Bezug auf einen evangelischen Gottesdienst ist.
Des Weiteren wurde erwähnt, in welchem Rahmen diese Rollendarstellung zustande kommen kann: Die Darsteller bewegen sich innerhalb einer autonomen, künstlich geschaffenen Welt, die sich vor Allem dadurch auszeichnet, dass sie autonom zu sein scheint und sich dadurch von realen Alltagswelt abgrenzt.
Es wurde im Vorfeld die Frage gestellt, inwiefern sich in dieser Folge die raumbezogene Systematisierung theatraler Zeichen nach Kowzan auf den Kirchenraum beziehen lässt.
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Tags:axis mundi, darstellerbezogen, Darstellung, der heilige Raum, der profane Raum, evangelisch, Glaube, heilig, Heilige Taufe, heiliger Ort, Kirche, Manifestation des Heiligen, Michael Hausdorf, Mircea Eliade, Person, Raum, raumbezogen, Rolle, System der theatralischen Zeichen, Theater, Theaterwissenschaft, Theatralität, Theophanie, Zeichensystem des Theaters
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Donnerstag, 09. Juli 2009
Anwendbarkeit des Axioms
Wie in den letzten Artikeln bereits erwähnt, kann man Jens Roselt(1) zufolge von einer Inszenierung sprechen, wenn alle Zeichensysteme des Theaters Verwendung finden.
Daher wurde nachgewiesen, dass eine semiotische Analyse unter Verwendung der Systematisierung theatraler Zeichen nach Kowzan(2) möglich ist.
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Tags:Aufführung, Axiom, Eric Bentley, evangelisch, Gemeinschaft auf Zeit, Gottesdienst, Interaktion, Jens Roselt, Michael Hausdorf, Mircea Eliade, Peter Burke, Produktion, Raum, raumbezogen, Rezeption, Tadeusz Kowzan, Theater, Theaterwissenschaft, Theatralität, Zeichensystem des Theaters
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